12.01.2017
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Schlagwort: Vernetzung

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Die CES®, eine der weltweit größten Technik-Messen, fand gerade wieder in Las Vegas statt. 175.000 Besucher trafen auf 3.800 Aussteller und stellten sich u.a. die Frage, wie technische Innovationen im Alltag umgesetzt werden können. Vernetzung steht dabei ganz oben auf der Liste – keine Innovation ohne Vernetzung. Intelligente Systeme und smart-home sollen nah am Menschen seinen Alltag erleichtern. Das Team der XCYDE hat sich die präsentierten Neuerungen auf den über 240.000 qm Ausstellungsfläche genau angeschaut und stellt nun einige Favoriten vor, von erstaunlich bis verwunderlich ist alles dabei. Ausgewählt wurden diese von einer ganz gemischten Gruppe an Mitarbeitern: angefangen von zwei Praktikanten, über einen Software-Entwickler, die Sicherheitsbeauftragte, den Technologie-Berater, bis hin zum Innovations-Manager.

Das kann man sich sparen

opportunitiesÜber einem Fitnessstudio sitzend, gefallen uns natürlich Neuerungen im Bereich Gesundheit/Fitness immer. Wearables bewegen sich heute immer noch stark vor diesem Hintergrund, wenn sie auf der CES® auch in vielen anderen Anwendungsfällen präsentiert wurden. Allerdings werden wir das Gefühl nicht los, dass es diese kleinen tragbaren Computersysteme noch nicht geschafft haben, aus der Spieleecke zu krabbeln und erwachsen zu werden – was auch an ihren Erziehern, bzw. Entwicklern liegen könnte. Wer braucht ein extra Wearable, um Liebesbriefe zu verschicken oder welches ihm Haarspliss anzeigt? Wir sagen: kann man sich sparen!

Das gefällt uns!

Die Technologien Mixed Reality/ Virtual Reality waren auf der CES® allgegenwärtig – ob zur Produktpräsentation (VR-Showroom), um Besucher an den Stand zu locken, als Faktor des Entertainments oder um die (Weiter-)Entwicklung bestehender VR-Systeme nochmals zu zeigen. Haben diese Technologien nun den Durchbruch geschafft? Auf der CES® sind sie nicht mehr nur ein Trend, sondern fester Bestandteil. So bekräftigt sich unser Eindruck, den wir von unserem Messebesuch auf der SPS IPC Drives mit nach Hause gebracht haben: Mixed Reality, Virtual Reality und Augmented Reality werden einem breiten Publikum nun nähergebracht und gleichzeitig zugänglich, in der Industrie und privat. Wir sagen: das gefällt uns!

Das testen wir

photo-gallery_380x215Innovativ finden wir Trackingeinheiten, die an Gegenstände angebracht werden können, um diese in die Virtual Reality zu holen. Ein Tischtennisschläger oder ein Kuscheltier müssen so nicht länger an den bisherigen Handcontrollern befestigt werden. Mit einem Tracking-Handschuh können z.B. Objekte aufgenommen, geworfen oder gefangen werden – mit einem sehr realistischen Gefühl, was wiederum die Immersionskraft erhöht. Wir sagen: das testen wir!

Das muss noch weitergedacht werden

Spannend war innerhalb unseres Teams die Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung der Sprachsteuerung (Amazon Alexa, Google Home, Windows Cortana oder Apple Siri) und der Aussage, Sprachsteuerung löst grafische Oberflächen zukünftig ab. Da dieses Thema von mehreren als spannendste Neuerung auserkoren wurde, können wir hier zwei unterschiedliche Sichtweisen präsentieren. Wenn sich Geräte, wie Waschmaschinen oder Kühlschränke und im Haus verbaute Komponenten, wie z. B. Fenster mit Hilfe der Sprachsteuerung bedienen lassen, kann das im Kontext einer stark alternden Gesellschaft, wie beispielsweise in Deutschland und Japan durchaus positiv sein. So können Menschen mit motorischen Einschränkungen dank der Sprachsteuerung, bzw. der Vernetzung von Technologien dennoch ein möglichst selbständiges und autarkes Leben im Alltag führen. Die Sprachbefehle müssen allerdings trotz Umgebungsgeräuschen von den Devices verstanden werden – ohne dass der Anwender schreien muss. Hier kommt der Gegner ins Spiel: eine Sprachsteuerung muss überall einsetzbar sein, auch in lauten Maschinenhallen oder der leisen Umgebung einer Bank. Wie wird bei einem Bankautomaten, an dem die Authentifizierung per Spracherkennung läuft, sichergestellt, dass Diebe die Sprache nicht aufzeichnen? Überhaupt, wie soll bei den Deutschen, die in der Öffentlichkeit ja ungern mit Geräten kommunizieren, zur Akzeptanz von Sprachsteuerungen gekommen werden? Wie wird die Fehleranfälligkeit bei der Steuerung von kritischen Maschinen minimiert? Wir sagen: das muss noch weitergedacht werden!

Das unterstützen wir!

50-year-timelineSchade finden wir, dass es das Lego Bauset „Lego Boost“ erst heute gibt. Wir hätten auch gerne damit gespielt – wobei das als Unternehmen, welches vor den Toren des Legolands Deutschland in Günzburg angesiedelt ist, jammern auf hohem Niveau ist. Kinder können so spielerisch an Technik und Programmierung herangeführt werden. Sie lernen verstehen, wie „ihre“ Technologien heute funktionieren und können sich für deren Weiterentwicklung begeistern. Informatik als Schulfach ist spät angesetzt und inzwischen ist für Spiele und Experimente während des Unterrichts sowieso wenig Zeit. Dabei wird die nächste Generation unsere technische Entwicklung noch viel stärker mitgestalten und vorantreiben, als wir es heute tun. Die Themen Vernetzung, Digitale Transformation und Internet der Dinge werden schon viel weiter sein und ganz andere Kompetenzen haben. Wir sagen: Das ist absolut unterstützenswert!

 

p.s.: Ehrlich gesagt fanden wir das kommunikative Hundehalsband die innovativste Neuerung, aber wir haben noch keinen Unternehmens-Hund und der Chef meinte, die Leser verstehen das vielleicht nicht, warum man einen Hund mit Bewegungstracker ausstatten sollte. Dabei ist es doch mega praktisch, wenn man ihn im Notfall per GPS und Mobilfunkverbindung aufspüren kann. Ausbauen würden wir das Ganze noch mit einem Leitsystem und einer Schreibfunktion: so können wir den Hund zum Supermarkt schicken, er war Gassi und er kann gleich noch den Einkauf mitbringen. Wir sagen: DAS ist Vernetzung und das brauchen wir!

 

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